Der Vormittag war still. Über dem Meiler stieg der Rauch in gleichmäßigen, hellen Fäden empor, und zwischen den hohen Fichten lag jener schwere Duft aus Harz, Erde und Holzkohle, an den Lucas sich inzwischen gewöhnt hatte.
Er hatte gerade die Leiter an ihren Platz gestellt, als sich auf dem schmalen Waldweg zwei Gestalten zeigten.
Noch waren sie weit entfernt. Zwischen den Stämmen erschienen sie einmal deutlich und verschwanden im nächsten Augenblick wieder hinter jungen Fichten und dichtem Farn.
Lucas blieb stehen und legte eine Hand über die Augen.
Die beiden kamen näher.
Der Mann ging mit ruhigen, kräftigen Schritten. Neben ihm schritt eine Frau, deren Kleid selbst nach dem langen Weg durch den Wald noch ordentlich saß.
Da erkannte Lucas sie.
Ein Grinsen zog über sein rußverschmiertes Gesicht.
„Kontrollbesuch!“, rief er zur Hütte hinüber.
Max hob den Kopf.
„Wer kontrolliert uns denn?“
Lucas klopfte sich den Kohlestaub von der Hose. Die Bewegung machte ihn kaum sauberer.
„Meine Mutter und mein Vater.“
Max sah an sich hinunter. Sein Hemd war grau vom Staub, seine Hände waren schwarz, und im Gesicht lagen dunkle Spuren von Ruß und Schweiß.
Lucas bot keinen besseren Anblick.