Die Hitze des Meilers steckte Lucas noch in den Gliedern. Jede Bewegung hatte Kraft gekostet.
Vor der Hütte ließ er sich auf den Boden sinken und lehnte den Rücken gegen die sonnengewärmten Balken. Aus dem Wald drang das leise Rauschen der hohen Fichten. Irgendwo hämmerte ein Specht. Der Duft von Harz, Rauch und frischem Holz lag in der Luft.
Seine Augen wurden schwer.
Langsam verschwammen die Konturen des Waldes, als lägen sie hinter einer milchigen Glasscheibe. Geräusche wurden leiser, Farben weicher.
Dann lichtete sich der Schleier.
Dort, weit entfernt auf einer sonnigen Wiese, stand Marie.
Ihr leicht rötliches Haar leuchtete im warmen Licht. Sie lächelte, als hätte sie nur auf ihn gewartet.
Lucas wollte ihren Namen rufen, doch seine Stimme blieb im Wind hängen.
Marie begann zu laufen.
Auch Lucas setzte sich in Bewegung. Mit jedem Schritt wurde der Abstand zwischen ihnen kleiner. Er rannte schneller, ohne die Müdigkeit in seinen Beinen zu spüren.
Dann erreichten sie sich.
Marie fiel ihm in die Arme. Lucas hielt sie fest, hob sie hoch und drehte sich mit ihr im Kreis. Ihr Lachen war so nah und so vertraut, dass für einen Augenblick nichts anderes mehr existierte.