Der Meiler brannte nun schon seit mehreren Tagen.
Max und Lucas hatten sich an seinen gleichmäßigen Rauch gewöhnt, ohne ihn deshalb aus den Augen zu lassen. Immer wieder gingen sie um den dunklen Hügel, prüften die Decke und achteten auf jede Veränderung.
Am späten Vormittag rief der Eichelhäher vom Waldweg her.
Lucas hob den Kopf.
„Jemand kommt.“
Max lauschte einen Augenblick.
„Ein Pferd.“
Kurz darauf war das Knarren von Rädern zu hören. Zwischen den Fichten erschien Friedrich. Er führte seinen Braunen am Zügel. Hinter dem Pferd rollte ein kleiner Hänger über den unebenen Weg.
„Da seid ihr ja“, rief er.
Lucas ging ihm entgegen.
Auf dem Hänger standen ein Fass mit frischem Wasser, mehrere Laibe Bauernbrot und einige lange Bretter.
Friedrich strich seinem Pferd über den Hals.
„Das Wasser wird euch guttun. Und Brot kann man hier draußen nie genug haben.“
Max deutete auf die Bretter.
„Die sind nicht für den Meiler.“
„Nein“, sagte Friedrich. „Die sind für euer Dach.“
